03.08.2018 10:25
Fachbereich: Schulleitung

Wollen wir wirklich vor einer Handvoll Schmierfinken kapitulieren?

Warum die Klügeren bald die Dummen sein könnten


Die KGS Schwarmstedt hat seit Jahren (wie viele andere Schulen auch) ein massives Problem – nicht nur mit Schülern, die mutwillig Einrichtungen zerstören, sondern auch mit solchen, die Toiletten auf eine Art und Weise verunreinigen, dass man sich das bildlich nicht vorstellen möchte. Warum diese Kinder solche widerlichen Neigungen haben, kann sicher kein normal denkender Mensch nachvollziehen, aber das Problem ist: diese Handvoll Schüler (mehr sind es vermutlich nicht) scheint es tatsächlich zu schaffen, allen anderen Schülern das Leben schwer zu machen.

Aber von vorne: Das Problem mit den verschmutzten Toiletten beginnt schon damit, dass der Schulträger eine einmalige, tägliche Reinigung der Toiletten vornehmen lässt. (Bevor jetzt aber jemand auf den Schulträger schimpft: Das sind Vorgaben, an die er sich zu halten hat und an dieser Stelle möchte ich kurz eine Lanze für unseren Schulträger brechen: Eben dieser hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die Toiletten der KGS mittlerweile alle saniert wurden, was meiner Meinung nach großen Dank verdient!) Aber Weiter: Auf die Schule gehen ca. 1.400 Schüler, die diese Toiletten normalerweise mehrfach am Tag benutzen. Was eine derartige Frequentierung aus einer, am Anfang des Tages, sauberen Toilette macht, kann sich jeder vorstellen, der schon mal gezwungen war, eine Parkplatz Toilette zu benutzen. Dazu kommt dann noch, dass es Kinder gibt, die es offensichtlich genießen, ihre eigenen Fäkalien an die Wände zu schmieren oder andere ekelerregende Dinge damit zu veranstalten.

Nun wird der ein- oder andere sich vielleicht denken: Da sollen doch die Verursacher für den Schaden aufkommen! Aber da ist das Problem: Die Verantwortlichen wurden bis dato nicht gefunden, auch wenn Schülervertreter und Schulleitung alles Mögliche in die Wege leiten, um diese zu ermitteln. „Kameras im vorderen Bereich der Waschräume“ wurde sogar von Schülern selbst vorgeschlagen, aber das ist leider nicht erlaubt.

Das ist aber ein untragbarer Zustand, denn die verschmutzen Toiletten bringen die Schüler auf sehr ungesunde Ideen wie, den ganzen Schultag lang nichts zu trinken, damit man gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, zur Toilette zu müssen und jeden Tag mindestens 6 Stunden „aufzuhalten“ kann auch nicht gesund sein.

Eine kleine Gruppe von Eltern hat dann gemeinsam die Aktion „feel good“ ins Leben gerufen, die ,allein durch Spenden finanziert, eine Reinigungskraft gefunden hat, die mehrfach täglich die Toiletten gereinigt hat. Diese Arbeitnehmerin kostet die Aktion „feel good“ jährlich etwa 8.000 Euro inklusive aller Lohnnebenkosten und die Dame hat meinen allergrößten Respekt, für das, was sie dort leistet.

Die Spendenbereitschaft der Eltern ist aber geringer als man dachte. Bei 1.400 Schülern, beteiligen sich lediglich 360 Eltern. Dabei wäre es so einfach: 6 Euro pro JAHR und Schüler würden reichen, um das Konzept weiterzuführen, aber leider ist den meisten Eltern das Wohlbefinden Ihres Kindes offenbar diese geringe Summe nicht wert. Fast jedes Kind der Schule besitzt ein Smartphone, eine Kugel Eis in der Eisdiele kostet schon allein 1,20 Euro. Und da sind 50 Cent pro Monat zu viel? Aber egal, das muss schließlich jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren.

Die „feel good“ Truppe und die Schulleitung ließen sich auch davon nicht abschrecken und organisierten verschiedene Events, durch deren Erlös die Reinigungskraft bislang weiter finanziert wurde und auch eine großzügige Spende von Toto Lotto Niedersachsen konnte den Fortbestand der Aktion sichern. Aber jetzt droht das Aus. Die Initiatoren sind müde der „Bettelei“ (was ich verstehen kann), Das Gehalt der Reinigungskraft kann nur noch bis September bezahlt werden und wenn nicht innerhalb kürzester Zeit mindestens 2.000 Euro zusammen kommen, muss die Reinigungskraft entlassen werden. Und wenn das passiert, dann gehe ich davon aus, dass wir niemanden finden werden, der bereit ist, diese Arbeit zu tun…. Dann werden die Toiletten wieder verdreckt und ekelig sein, die Kinder mögen sie nicht benutzen. Das Spiel geht dann von vorne los und diese „Fäkal-Artisten“, haben wieder freie Bahn, ihre Mitschüler mit ihren Sauereien zu tyrannisieren.

Ich möchte das verhindern! Ich habe es erlebt, was es für Kinder bedeutet, nicht auf Toilette gehen zu mögen und ich möchte an Sie appellieren: Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Schulkinder in unserer Samtgemeinde sich nicht auch noch Gedanken um die Toiletten machen sollen… wenn Sie selbst Kinder an der Schule haben oder Enkelkinder oder Neffen/ Nichten, wenn die Klassen einen kleinen Beitrag aus den Klassenkassen spenden oder die ein- oder andere Firma jetzt sagt: „ja, wir möchten gern die Kinder unterstützen, den Schulalltag so sorgenfrei wie möglich zu gestalten“, dann spenden Sie und setzen Sie ein Zeichen, dass wir hier in der Samtgemeinde zusammenhalten und wir unseren Schülern solche Zustände nicht zumuten werden. Jeder Euro zählt!

 

Förderverein KGS Schwarmstedt

IBAN DE13 2515 2375 0045 1159 95

Verwendungszweck: Freiwillige Spende Toilettenreinigung

 

Ich bedanke mich bei jedem, der bereit ist zu spenden und seien es auch „nur“ ein paar Euro. Danke!

Und ein Tipp an alle Schüler, die den Hooligans auch gern den Garaus machen würden: Wenn ihr wisst, wer hinter dem Ganzen steckt: Eure Informationen werden vertraulich behandelt und „petzen“ ist das nicht, denn diese Mitschüler schaden euch allen!

Simone Timpel

 

 


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