100. Geburtstag Prof. Dr. Röpke

Am 10. Oktober 1999 wurde in der Aula der Wilhelm - Röpke - Schule Schwarmstedt ein Festakt zum 100. Geburtstag des Namensgebers der Schule im Beisein seiner Familie gefeiert. In mehreren Festvorträgen wurden das Leben und Wirken von Prof. Röpke, seine Grundlagen zur Theorie der Sozialen Marktwirtschaft und die Stiftung Wilhelm Röpke vorgestellt. 

Am 10. Oktober 1899 wurde in Schwarmstedt Wilhelm Theodor Röpke geboren; er wuchs in einer liberalen bürgerlichen Landarztfamilie auf, besuchte zunächst die Schwarmstedter Volksschule und dann eine Privatschule. Nach dem Abitur in Stade begann er 1917 mit dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaft in Göttingen, wechselte später nach Tübingen, dann nach Marburg an der Lahn. Dort wandte er sich dem Studium der Nationalökonomie zu und promovierte im Frühjahr 1921 mit Auszeichnung. Anschließend trat er eine Stelle als Assistent am Staatswissenschaftlichen Seminar bei seinem Doktorvater Prof. Walter Troeltsch an. Röpke habilitierte sich 1922 als Privatdozent der politischen Ökonomie an der Universität Marburg und wurde im Alter von 24 Jahren als jüngster deutscher Professor an die Universität Jena berufen.

Aber nicht nur diese herausragende Karriere ist es, die uns stolz macht Röpkes Namen zu tragen. Er warnte auch bereits anlässlich der Reichstagswahl 1930 vor der NSDAP, obwohl er wusste, dass er sich damit in Gefahr brachte. Er floh in die Türkei und nach Genf und arbeitete an den theoretischen Grundlagen seiner bis heute anerkannten Wirtschaftspolitik. Der Nationalökonom veröffentlichte mehr als 800 Schriften und beeinflusste insbesondere als Berater Ludwig Erhards die politischen Entwicklungen im Nachkriegsdeutschland. Er war - „im besten Sinne ein Streiter für die höchsten Werte der Menschheit“ (Zitat Ludwig Erhard). Sein Lebenswerk gibt auch für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen von heute viele wegweisende Antworten.

Prof. Dr. Röpke starb am 12.2.1966 in Genf.

Ein Zitat Röpkes ist die Grundlage unseres Leitbildes.

Unmittelbar nach seinem Tod wurde in der Gemeinde Schwarmstedt beschlossen, die hiesige Schule in "WILHELM - RÖPKE - SCHULE" umzubenennen. Die Namensgebung blieb erhalten, als sich diese Schule zum heutigen Schulzentrum weiter entwickelte.

Die Feierlichkeiten in der Aula der Schule wurden von der Wilhelm - Röpke - Schule als auch der Samtgemeinde Schwarmstedt vorbereitet und durchgeführt. Die 10. Hauptschul- und Realschulklassen und deren Klassenlehrer realisierten eine Ausstellung über Wilhelm Röpke und sie stand vierzehn Tage in der Pausenhalle der Schule und anschließend in der gesamten Vorweihnachtszeit in der Kreissparkasse Schwarmstedt.

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